Sicherheit im Internet 2025: Das solltest du wissen - A1 Blog
Was Sicherheit im Internet betrifft, sind viele Menschen nach wie vor im Blindflug unterwegs. Das zeigen zumindest die Zahlen und Analysen, die die Global Anti-Scam Alliance (GASA) in ihrem aktuellen Bericht veröffentlicht. Weltweit stieg der Umfang von Online-Betrügereien auf knapp über 1.000 Milliarden Dollar - und das nicht nur irgendwo weit weg von uns, sondern auch in unserer unmittelbaren Nachbarschaft. Erst Anfang März verlor die Gemeinde Hagenbrunn 300.000 Euro an Onlinebetrüger.
Online Betrug | Wenig Strafverfolgung, hohe Wandlungsfähigkeit
Der Umfang von Online-Betrügereien ist erschreckend. Im letzten Jahr haben Verbraucher weltweit fast 1.026 Milliarden Dollar verloren. In einer globalen Studie von GASA haben 78% der Teilnehmer mindestens einen Betrug in den letzten 12 Monaten erlebt. 59% davon haben den Betrug nicht den Behörden gemeldet, da sie glauben, dass es keinen Unterschied machen würde. Laut dem Weltwirtschaftsforum werden nur 0,05% aller Cyberkriminellen strafrechtlich verfolgt - insofern scheint Online-Betrug nur in den seltensten Fällen im Gefängnis zu enden.Betrüger können sich schnell an aktuelle Ereignisse anpassen und diese ausnutzen. Wenn es beispielsweise eine Flut gibt, starten sie Wohltätigkeitsbetrügereien, bei militärischen Bedrohungen tauchen gefälschte Waffenshops auf und bei einem Taylor Swift Konzert bieten sie gefälschte Tickets an. Diese Fähigkeit macht Betrüger zu großartigen Vermarktern, leider zum Schaden der Verbraucher.
Während Betrügereien Menschen auf der ganzen Welt betreffen, sind einige Regionen stärker gefährdet als andere. In Entwicklungsländern werden Menschen weit häufiger betrogen als in wohlhabenderen Nationen. Dies liegt oft an der mangelnden Aufklärung über Cybersicherheit. Zum Beispiel sind in Indien gefälschte Jobangebote weit verbreitet, während Südostasien mit gefälschten Glücksspiel-Websites zu kämpfen hat.
Hauptkanäle für Cyberkriminelle | Viele Wege führen zum Ziel
E-Mail-Phishing bleibt der führende Kanal für Betrüger, aber auch gefälschte Textnachrichten werden zunehmend genutzt. Diese Nachrichten geben vor, von vertrauenswürdigen Institutionen wie Gesundheitswesen, Steuerbehörden, Zustell- oder Regierungsdiensten zu stammen und zielen darauf ab, die Empfänger mit dringenden Nachrichten oder Drohungen zu verängstigen.Ein neuer Trend ist der Anstieg von Romantikbetrügereien, oft kombiniert mit Investitionsbetrügereien. Betrüger bauen Beziehungen zu Opfern über Dating-Apps oder soziale Medien auf und fordern dann Geld, um angebliche Notfälle zu lösen. Diese Betrügereien verursachen doppelte Schäden: Die Opfer verlieren ihr Geld und oft auch ihr Herz. Gerade hier wird hier eine hohe Dunkelziffer an Betrugsfällen vermutet, da sich Opfer aus Scham in den wenigsten Fällen an die Behörden wenden.
Shopping-Betrügereien nutzen gefälschte Angebote, gefälschte Webseiten und betrügerische Bestellbestätigungen, um Online-Konsumenten zu täuschen. Betrüger imitieren vertrauenswürdige Händler und bieten hohe Rabatte an, um persönliche Daten, sowie Zahlungsdaten zu stehlen oder Waren zu verkaufen, die nie ankommen.
Künstliche Intelligenz beherrscht Betrugsszene
Betrüger haben schnell generative KI übernommen, um raffiniertere Betrügereien zu erstellen. Sie verwenden KI, um personalisierte Phishing-E-Mails zu versenden, mit Opfern über WhatsApp und Telegram zu chatten und gefälschte Produktfotos oder Deepfake-Videos zu erstellen. Diese technologische Entwicklung erschwert es den Verbrauchern zunehmend, Betrügereien zu erkennen. Eine Frau aus Niederösterreich hat Betrügern, die sich als Brad Pitt ausgaben und in Nachrichten um Geld für einen Scheidungsprozess baten, über einen Zeitraum von drei Jahren 150.000 Euro überwiesen.Es kann jeden treffen | Vorsicht ist besser als Nachsicht
Trotz all dieser Bedrohungen bleibt Anlass zu Optimismus: Einerseits kann KI nicht nur zum Schaden, sondern auch zum Schutz von Verbrauchern eingesetzt werden - immerhin können digitale Assistenten schon jetzt E-Mails und Anrufe analysieren und auf Betrugspotential prüfen.Andererseits kann auch jeder einzelne etwas tun. Dazu zählen ein adäquater Schutz der eigenen digitalen Geräte mittels Anti-Betrugssoftware und ein gewissen Bewußtsein über die Gefahren im Internet. Eine Möglichkeit dazu bietet das A1 Sicherheitsportal, in dem du viele Informationen rund um das Thema aktuelle Bedrohungen, Gefahren im Internet und Hilfe im Notfall bekommst.
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